Samstag, 1. August 2009

Good morning Vietnam...

... heisst es fuer uns heute zum letzten Mal. Unsere Zeit hier in Vietnam ist leider um. Kaum zu glauben, dass wir schon 4 Wochen unterwegs sind, die vollen Foto-Speicherkarten bestaetigen jedoch diese Tatsache (Nachschub haben wir zwangslaeufig schon besorgt). Natuerlich werden wir unser geliebtes Kong Do vermissen und gibt es wohl auch in Indonesien den leckeren Lemon Juice fuer Francesca? Trotzdem freuen wir uns auf die Weiterreise, besonders dank dem guenstig erstandenen Indonesia-Lonely Planet auf dem - aehmm - "Markt" (nicht nur Markenklamotten werden hier kopiert). :)

Weiter gehts also nach Indonesien, wir starten heute in Jakarta. Im Flugzeug werden wir bestimmt noch ein "Trittst im Morgenrot daher.." anstimmen, das Schweizer Faehnli ist jedoch leider nicht im Gepaeck (jaja, man muss halt Opfer bringen bei der Reise mit nur einem Rucksack fuer zwei). Darum hier als Ersatz die vietnamesische Fahne. Lasst doch bitte fuer uns beide in der Schweiz ein paar Racketli ab (in Jakarta wuerde das momentan wohl nicht besonders gut ankommen).

Ab morgen muessen wir uns also umstellen, denn nun heisst es Halo statt "Xin chao" (Hallo), "Terima kasih" statt "Cam on" (Danke) und Bir statt Bia (Bier). Ausserdem zahlt man mit Rupiah statt Dong - schade, wir hatten uns doch schon fast an den Wechselkurs gewoehnt.. Natuerlich werden wir jedoch auch das hinkriegen und hier weiterhin von unseren Erlebnissen auf unserer Reise berichten.

Freitag, 31. Juli 2009

Saigon Shopping

Ja, die Stadt heisst heute Ho Chi Minh City (HCMC) zu Ehren des grossen Ho Chi Minh. Trotzdem: Wer sagt schon Ho Chi Minh City, wenn doch die Stadt einen so wohlklingenden Namen wie "Saigon" hat? Solange die Einheimischen ihre Stadt als Saigon bezeichnen und das lokale Bier noch "Saigon" heisst, werden auch wir uns an den alten und praesenteren Namen halten.

Hauptsaechlich waren wir shoppen - also Paedi mehrheitlich. Sogar einen Sternli-Toeffhelm hat er gekauft, Frani ist sehr eifersuechtig, muss dringend ihren Helm zu Hause aufpimpen. Alte Vespas sind nur selten zu sehen, nur so ca. jeder 500ste der Toeffs, die in 5 min (je nach Strassenbreite) an uns vorbeibrausen. Selber fahren lassen wir in dieser Stadt, haben keine Lebensversicherung (wir kaemen sowieso nicht vom Fleck, wir fahren zu anstaendig).

Aber pragmatisch sind die Vietnamesen. Das konnten wir mal wieder feststellen auf der Post, beim Verpacken unserer Shopping-Beute fuer den Versand in die Schweiz. Die Kartonschachtel war fuer uns etwas zu gross, wurde aber im Stil von "Was nicht passt, wird passend gemacht" vom Poestler mit einem Messer auf die richtige Groesse zusammengeschnipselt. Wir muessen auch bestimmt keine Angst haben, dass das Paket auf dem Weg auseinanderfaellt. Es wurde mit soviel Klebeband umwickelt, dass dem Zollbeamten sicher die Lust vergeht, auch nur einen winzigen Blick auf unser Paeckli zu werfen.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Mekong Delta und die Frau mit der Stimme fuer alle

Auf der Busfahrt nach Saigon durften wir erfahren, wie sich ein amerikanischer Actionfilm anhoert, nachdem er ins Vietnamesische synchronisiert wurde. Anscheinend gibt es nur eine einzige Frau, welche synchronisiert und diese uebernimmt gleich die Stimmen aller Schauspieler. Wirklich witzig, wie vom starken Superheld bis zum finsteren Boesewicht alle mit derselben piepsigen Frauenstimme in gleicher, emotionsloser Tonlage sprechen. Wir waren jedoch die einzigen, die darueber schmunzelten - die anderen Fahrgaeste (fast alles Einheimische) sind sich dies wohl gewohnt.

In Saigon angekommen gings dann auch gleich mit dem Schnellboot (also schneller als wenn man Rudern wuerde) ins Mekong Delta. Ueber Farben und Gerueche des Mekong Flusses koennen wir nun breitgefaechert Auskunft geben - von gruen bis braun, von frisch bis kloakig. Dank unserem sehr schlauen Guide wissen wir nun Bescheid ueber die Reisnudel-Herstellung, Kokosnuss-Zaeltli Fertigung, Bienlihonig-Verarbeitung und wie der Reis vom Feld in den Sack kommt. Sehr lehhreich!

Unterhaltsam bis nervtoetend waren besonders die anderen Touris (sind wir wohl auch so schlimm?).
Vom grossmauligen (Moechtegern-GI) Ami ueber heikle Italiener (wo ist die naechste Pizzeria?) bis zu unhoeflichen "ich-lass-mal-1cm-zwischen-einheimischen-Gesicht-und-Fotolinse"-Franzosen. Multi-Kulti eben. Die beiden "Buenzli-Schweizer" kehrten trotzdem gluecklich und zufrieden nach Saigon zurueck.

Dienstag, 28. Juli 2009

Mui Ne - hemmer gseh

Der schoene Strand am Rand von Hoi An machte Lust auf Meer und nach soviel Kultur und herumreisen hatten wir uns auch einen Strandurlaub verdient. Auf unserer Weiterreise ueberprueften wir als Erstes den Strand von Nha Trang auf seine Tauglichkeit. Dieser war jedoch aufgrund der lokalen Schulferien heillos ueberfuellt. Wir kamen zum Schluss, dass es unserer erhofften Erholung nicht gerade foerderlich sei, am Strand pausenlos gefuehlten 100 vietnamesischen Augenpaaren ausgeliefert zu sein. So verschlug es uns weiter ins etwas touristischere Kitesurferparadies Mui Ne mit dem Roman Zollet-Praedikat "aeusserst empfehlenswert". Und Zolli sollte recht behalten: 4 Tage blieben wir in Mui Ne, besonders angeregt durch die kurze Distanz "Tuerschwelle Bungalow <-> Meer" von ca. 10 Metern. Aus den Kitesurf-Lektionen wurde leider wetterbedingt nichts (eingeplantes Geld wird nun einfach fuer Shopping in Saigon gebraucht und mit Paeckli nach Hause geschickt), dafuer stuerzten wir uns mit Bodyboards wagemutig in die Wellen.
An den nahe gelegenen Sandduenen und im Red Canyon durfte Tigerente zum ersten Mal Sand schlucken und spucken (Lavabo sei Dank und Tigerente entsandet).

Dienstag, 21. Juli 2009

Seidenstrasse Hoi An

Schnell rein in die Touristadt-schnell raus aus der Touristadt.
Wie man vielleicht an diesem Satz erkennen kann, war Hoi An doch eher touristisch veranlagt und auf Touristen mit je einem eigenem Rucksack zugeschnitten (sprich: genug Stauraum fuer Unmengen von massgeschneiderten, seidenen Klamotten-bei uns nicht der Fall...).

Shoppingfeeling kam gar nicht erst auf, die Kleider klebten uns bereits am Leibe. Doch in solchen Situationen sollen wir nicht verzagen und erfrischendes Khong Do trinken (das absolute It-Getraenk und unser Lieblingsgesoeff).

Im verkehrsmaessig eher ruhigen Hoi An trauten wir uns sogar eine kleine Velotour an den Strand zu. Das klappte super, sogar Paedi fuhr ein Velo mit Koerbli vornedran :). Als groesstes Hindernis auf der Strasse stellten sich dann auch nicht die teuflisch fahrenden Autos und Xe Oms heraus sondern eher die Hunde und Huehner, die sich sehr gerne auch in den Strassenverkehr einmischen.

Montag, 20. Juli 2009

Hue und die Graeber

Ein bisschen Kultur muss sein und so dachten wir, ein paar Graeber, Pagoden, Tempel und Ruinen muessen drinliegen-so war Hue unser naechstes Ziel.

Hart verdient war der damit verbundene Inlandflug von Hanoi nach Danang. 30 (DREISSIG!) Minuten vor Abflug kamen wir am Flughafen ("leicht gestresst") an, nach einer Odyssee mit Minibus-Schiff-Minibus-Taxi von Cat Ba nach Hanoi. Sogar uns als geuebte "auf-den-VBSG-Bus-Seckler" brachte dieser Zeitplan ins Schwitzen :).

Nach 2 Tagen vollgestopft mit Kulturausfluegen goennten wir unseren Fuessen eine Pause und liessen den Cyclofahrer mal strampeln-hatte stramme Waden, dem konnte man unsere Doppelbelastung=Gewicht zumuten (gehoert zum Touriprogramm dazu).

Kulinarisch liessen wir uns wie an allen Orten nichts entgehen und probierten auch die lokalen Spezialitaeten wie von Reisglibber umhuellten Shrimpi eingepackt in Bananenblaetter (nennt sich im Alltag Banh Loc und Banh Nam-sh. Fotoalbum).

Mittwoch, 15. Juli 2009

Halong Bay und Cat Ba

Unser Ausflug zur Halong Bay startete mit dem Versuch, eine dreistuendige Busfahrt mit einem Local Minibus von Hanoi nach Halong City zu unternehmen. Am Ende hatten wir zwar viereinhalb Stunden und sassen im Bus je zu fuenft auf vier Plaetzen, kamen aber trotzdem heil an.

Auf der Bootstour mit Uebernachtung wurde es uns nicht langweilig dank einem besoffenen Australier, einer in Neonlicht getauchten Tropfsteinhoehle, Kajaks und naechtlich ausfallenden Ventilatoren im Zimmer.

Nach einer morgendlichen "Hurricane"-Warnung (wollte der Guide uns moeglichst schnell loshaben?) wurden wir zuegig auf Cat Ba verfrachtet.
Absolutes Highlight des Aufenthaltes auf der Insel war das Unsichermachen der Insel mit einem Xe om (Toeffli mit Gangschaltung bei den Fuessen, also Honda). Getankt wurde aus der PET-Flasche, Gangschaltung musste noch einige Kilometer aehm... geoelt werden :).